Kommentare zu diesem Artikel

Nach der Bundestagswahl

(lh)Die Wahl ist entschieden, die Koalitionsfrage Ende Oktober noch nicht, aber der Kurs geht klar auf eine große Koalition. Bei aller Rhetorik über die gleiche Augenhöhe bei den Verhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD kommt man nicht an der Tatsache vorbei, dass die CDU/CSU stärkste Fraktion im neuen Bundestag ist, was sich auch auf die Inhalte der Koalitionsvereinbarung auswirken wird. SPD pur wird es nicht geben, aber auch nicht CDU/CSU pur. Entscheidend wird sein, wo die künftigen Koalitionspartner ihre jeweilige Schmerzgrenze definieren, die sie nicht überschreiten wollen. Das ist für die SPD erkennbar der flächendeckende, gesetzliche Mindestlohn, für CDU/CSU der Verzicht auf Steuererhöhungen.

In der Gesundheitspolitik werden Einigungen ohne die marktradikalen Freidemokraten leichter sein. Die Bürgerversicherung, also alle Bürger sind in einem Solidarsystem versichert, unter Beibehaltung der Vielfalt der Krankenkassen, und alle Einkommen werden zur Beitragszahlung herangezogen, ist schon vor der Wahl von der SPD weichgespült worden. Versicherungspflichtig sind bereits seit der vorletzten Legislaturperiode alle Bürger, aber eben in GKV oder PKV. Alle Einkommen zu Krankenkassenbeiträgen heranzuziehen, ist technisch schwierig, deshalb war die SPD programmatisch auf steuerliche Lösungen umgeschwenkt, um die Einnahmen des Gesundheitsfonds und damit die Zuweisungen an die Kassen zu vergrößern. CDU/CSU nehmen das Wort Kopfprämie als Alternative zur Bürgerversicherung schon lange nicht mehr in den Mund, weil eine sozial gerechte Ausgestaltung den Bundeshaushalt mit zusätzlichen Milliarden belasten würde. Angesichts der Schuldenbremse ab 2016 gab es eine stille Beerdigung dieses Systemwandels.

Das Wahlprogramm von CDU/CSU war mehr oder weniger heiße Luft, was es für die potentiellen Koalitionäre natürlich leichter macht, sich zu einigen. Was bleibt, sind die realen Probleme: Unverändert stark steigende Ausgaben der GKV, denen nur geringer wachsende Beitragseinnahmen gegenüber stehen. Die gute Konjunktur und Beschäftigungslage hat in den letzten Jahren überdeckt, dass es ein strukturelles Finanzierungsdefizit in der GKV gibt.

 

Kassen die Beitragshoheit zurückgeben

(lh)Die SPD möchte zu einkommensbezogenen, paritätisch finanzierten Beiträgen zurückkommen. Über die Höhe sollen wie zuvor die Selbstverwaltungen der Krankenkassen entscheiden. Dies entspricht auch den Forderungen der Krankenkassen. Dafür gibt es viele gute Gründe. Der Zusatzbeitrag, der erhoben werden muss, wenn eine Kasse mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommt, ist nur von den Versicherten zu bezahlen und der Beitragseinzug bedeutet unnötige Kosten für Bürokratie. Dieses Geld ist in der Versorgung besser angelegt. Es hat sich auch gezeigt, dass der Zusatzbeitrag ein zu starkes Preissignal ist. Wenn eine Kasse Zusatzbeiträge erhebt und andere nicht, verliert sie Mitglieder und eine Spirale beginnt, die im Konkurs enden kann, weil die gesunden und gut verdienenden Mitglieder die Kasse wechseln.
Jede Kasse wird angesichts dieser Lage alles tun, Zusatzbeiträge zu vermeiden. Das geht zu Lasten der Innovationsbereitschaft. Neue Versorgungsmodelle werden nicht erprobt, wenn sie sich nicht kurzfristig rechnen. Das schadet den Versicherten. Auch bei einer Rückkehr zu einkommensbezogenen Beiträgen wird es Preisunterschiede zwischen den Kassen geben, aber sie sind weniger spürbar und der Wettbewerb um bessere Versorgungsqualität hat eine Chance.

Damit muss nicht der Gesundheitsfonds aufgelöst werden. Er hat Vorteile, die man weiter nutzen sollte. So spielt heute der Unterschied im Durchschnittseinkommen der Mitglieder einer Krankenkasse keine Rolle mehr. Auch die Zuweisungen aus dem Bundeshaushalt für familienbezogene Leistungen können so problemlos  an die Kassen verteilt werden. Die Überarbeitung des Risikostrukturausgleichs muss erfolgen, egal ob es den Gesundheitsfonds gibt oder nicht, weil er methodische Mängel enthält, die beseitigt werden müssen. Auch eine wichtige Aufgabe der nächsten Legislaturperiode, aber eher ein Thema für Experten.

Wichtig ist allerdings, dass eine künftige Koalition zu den Zusagen der steuerfinanzierten Zuschüsse in Höhe von 14 Milliarden steht. Aktuell erleben wir, wie sich der Finanzminister aus den Rücklagen des Gesundheitsfonds bedient, um den Haushaltsausgleich des Bundes in 2014 zu erreichen. Das ist aber Geld, was den Versicherten zusteht, nicht eine beliebige Verfügungsmasse zur Sanierung des Staatshaushaltes. Die Begleittöne der Koalitionsverhandlungen lassen eh nichts Gutes für die Sozialversicherungen erwarten, wenn man sich einigen sollte, auf Steuererhöhungen zu verzichten, wenn eine Aufgabe anderweitig finanziert werden kann. Das gilt auch, aber nicht nur, für den Krankenhaussektor.

 

Strukturreformen im Krankenhaus nötig

(lh)Die Auslastung der bundesdeutschen Krankenhäuser ist auf 75% gesunken. Gleichzeitig wird der Mangel an Pflegekräften und Ärzten beklagt. Das führt aber nicht zu der Konsequenz, Krankenhäuser dort zu schließen, wo die Versorgung durch die bestehenden Häuser sichergestellt werden kann. In Ballungszentren ist das kein Problem, in ländlichen Regionen muss man sehr differenziert entscheiden. Das Hauptinteresse jedes Krankenhauses ist aber das eigene Überleben, dazu sollten aber nicht die Beiträge der Mitglieder verwendet werden. Die erste und wichtigste Aufgabe der neuen Legislaturperiode muss sein, die Qualität im Krankenhaus besser zu dokumentieren und zu kontrollieren. Schlechte Qualität muss Konsequenzen haben, deshalb müssen die Kassen das Recht bekommen, mit Krankenhäusern selektive Verträge über die Versorgung bei planbaren Eingriffen (das sind ca. 60% aller Operationen) zu machen, aber eben nicht mit allen Häusern, die in den Krankenhausplänen der Länder enthalten sind.

Die Finanzierung   der Krankenhäuser über Fallpauschalen ist im Prinzip der richtige Weg, weil das Geld der Leistung folgt. Aber die Fallpauschalen haben auch negative Anreize, weil eine höhere Menge der Behandlungen zu mehr Einnahmen führt. Es ist nicht auszuschließen, dass deshalb auch Operationen durchgeführt werden oder stationäre Aufnahmen erfolgen, ohne dass dies medizinisch notwendig ist. Strenge Kontrolle der Indikation für eine Behandlung muss die Antwort sein. Keine leichte Nuss, die der Gesetzgeber hier zu knacken hat. Auch die Mindestmengenregelung für abrechnungsfähige Operationen könnte eine Fehlsteuerung sein, weil sie dazu verführt, in „die Menge zu gehen“, wenn einer Abteilung die Schließung droht.
Die Kassen beklagen zu Recht, dass die Länder nur unzureichend ihrer Pflicht nachkommen, die Krankenhausinvestitionen zu finanzieren, was Aufgabe der Länder ist. Das gilt nicht für alle Länder und nicht jeder Vergleich über die Zeit ist gerecht, weil im Rahmen des Aufbaus Ost aus Steuermitteln viele Krankenhäuser modernisiert oder neu gebaut wurden. Aber im Grundsatz ist richtig, dass Krankenhäuser schon heute aus den Zahlungen der Krankenkassen über die Fallpauschalen Investitionen finanzieren, obwohl die Mittel für die Versorgung gedacht sind. Die eingesparte Schwester finanziert dann die neue Heizungsanlage. Das soll nicht sein.

Im GKV-Spitzenverband scheint sich ein Meinungswandel zu vollziehen, dass man von der dualen Finanzierung der Krankenhäuser, also Investitionen durch die Länder und laufende Kosten durch die Krankenkassen, abgeht und auch die Investitionen über die Fallpauschalen finanziert. Technisch ist das nicht ganz einfach, weil man die Modernität des jeweiligen Krankenhauses berücksichtigen müsste, aber es ist machbar. Die spannende Frage ist, wer die Kosten letztlich trägt. Auch hier kann man theoretisch schöne Modelle basteln, wie die bisherigen Leistungen aus Steuermitteln künftig dem Gesundheitsfonds zufließen. Zu befürchten ist eher, dass die Länder freudig eine Entlastung ihrer Haushalte mittragen und der Preis von den Kassenmitgliedern über höhere Beiträge gezahlt wird. Natürlich werden die Länder nicht auf die Mitsprache bei den Investitionsplanungen verzichten wollen, sondern Mitsprache- bis Entscheidungsrechte einfordern. Die Entwicklung der letzten Jahre zu mehr regionalen Entscheidungen, die aber von den Kassen zu finanzieren sind, würde sich verstärken. Die von den Kassen geforderte eigene Mitsprache bei der Krankenhausplanung könnte sich schnell als Illusion erweisen. Erinnerung an die Ausführungen oben: Die Koalitionäre könnten auf Steuererhöhungen verzichten, wenn Aufgaben auch anders finanziert werden könnten. Fällt das Geld vom Himmel?

 

Vom Wiegen wird das Schwein nicht fett

(lh)Ein großer Brocken wird auch die Reform der Pflegeversicherung sein. Seit 2009 liegen die Konzepte auf dem Tisch. Geschehen ist in den letzten Jahren wenig. Es besteht zwar unter Experten und Parteien weitgehende Einigkeit, dass die Definition von Pflegebedarf reformiert werden muss. Weg von den Defiziten bei den Verrichtungen des Alltags, hin zu den Leistungsmöglichkeiten der zu Pflegenden und ihren Unterstützungsbedarf. In der öffentlichen Diskussion spielte dabei die zentrale Rolle, Demenz besser zu berücksichtigen und mit einer eigenen Pflegestufe zu versehen, aber auch von der „Minutenpflege“ wegzukommen. Da besteht aber ein fundamentaler Irrtum. Beides ist nicht durch bessere Definitionen zu lösen, sondern wie viel Geld in der Pflegeversicherung zu Verfügung steht. Das heißt aber, um wie viel Prozentpunkte der Beitragssatz steigen muss, um eine angemessene Versorgung zu finanzieren, die auch die jährlichen Preissteigerungsraten einbezieht. Der Mehraufwand liegt zwischen geschätzten sieben Milliarden und Kostenneutralität. Letzteres klingt gut, würde aber zwingend heißen, dass viele Pflegepersonen weniger Leistungen bekommen, damit einige mehr bekommen. Das ist politisch kaum durchzuhalten. Deshalb wird eine künftige Koalition sich festlegen müssen, was die Reform kosten darf. Dies hat die letzte Koalition nicht geschafft, deshalb herrschte auf der Handlungsebene Stillstand. Wir als BARMER GEK VV haben dabei immer eine klare Position gehabt: Der Beitragssatz muss steigen, wenn es eine gute Versorgung in der Pflege geben soll.

 

Schwanz wedelt Hund

(lh)Von der Berliner Ebene der großen Politik auf das „Klein – Klein“ der Ebene der Selbstverwaltung im Verwaltungsrat der BARMER GEK. Zwischen den Fraktionen im Verwaltungsrat herrschte in der Vergangenheit ein gutes Klima der vertrauensvollen Zusammenarbeit, welches nicht durch Zugehörigkeit zu einer Fraktion geprägt war. Koalitionen gab es nicht, sondern es wurde von unserer Versichertenvereinigung und den Gewerkschaftern respektiert, dass die BARMER-GEK-Gemeinschaft als stärkste Fraktion den Vorsitzenden stellte und die Vertretung in Ausschüssen und anderen Gremien in gutem Brauch nach d’Hondt verteilt wurden. Auf der letzten Sitzung des Verwaltungsrates stand die Neuwahl der Vertretung der BARMER GEK im Vorstand des vdek statt, der nach der bisherigen Praxis durch einen Vorschlag der BARMER GEK Versichertenvereinigung zu besetzen war. Der Platz war frei geworden, weil die Vertreterin von ver.di zurückgetreten war, weil sie durch ihre Arbeit im Hauptvorstand zu stark belastet war. Unsere Versichertenvereinigung hatte ihren Anspruch nach der letzten Sozialwahl an die Gewerkschaftsgruppe abgetreten, weil wir durch  ein Mitglied des Hauptvorstandes die Interessen der Versicherten gut vertreten sahen. Deshalb haben wir Verständnis für den Rücktritt, auch wenn wir ihn sehr bedauert haben.

Zur Nachbesetzung hat unsere Gruppe unser Mitglied Ulrike Hauffe vorgeschlagen. Ulrike leitet seit vielen Jahren den Gesundheitsausschuss (mit häufig wechselndem Namen). Ihre Kompetenz ist unbestritten, auch wenn sie nicht immer bequem ist, was auch nicht ihre Aufgabe ist. Umso überraschter waren wir, dass ohne inhaltliche Begründung der Tagesordnungspunkt „Nachwahl“ von der Mehrheit der „Gemeinschaft“ und der „BfA-Gemeinschaft“ abgesetzt wurde, so dass es zu keiner Wahl kam. Die „BfA-Gemeinschaft“ ist nach der letzten Sozialwahl in den Verwaltungsrat gekommen und sie nutzt ihre zwei Stimmen nach dem Vorbild der FDP als „Königsmacher“. Dafür wirft man auch schon einmal das hohe Gut von gemeinsam getragenen Entscheidungen in der Selbstverwaltung über Bord. Man fragt sich natürlich, was sind die Gründe:

  • Es könnte sein, dass starke Frauen Angst auslösen. Das kann sein, ist aber nicht wahrscheinlich, weil so schwach ist die Männerriege der BfA-Gemeinschaft eigentlich nicht.
  • Es könnte sein, dass man einfach mal demonstrieren wollte, wer die Mehrheit im Verwaltungsrat hat. Möglich, aber überflüssig, denn zählen können wir auch. Wenn man aber den bisherigen Konsens aufkündigen wollte, dann sollte man es auch inhaltlich begründen.
  • Es könnte auch sein, dass es nicht um Sachfragen geht, sondern Dietmar Katzer als Sprecher der Zwei-Mann-Fraktion einen Preis für treue Dienste gefordert hat und in den Gesamtvorstand des vdek will. Dann wackelt allerdings der Schwanz den Hund, aber das ist mitnichten nur eine Personalfrage. Wir als Versichertenvereinigung wie auch die Gewerkschaftsvertreter halten es für politisch falsch, wenn ein ehemaliger vdek-Landesleiter quasi bruchlos in das Kontrollgremium seines ehemaligen Arbeitgebers wechselt. Das Gesetz schließt das (noch!) nicht aus, aber der Idee der Selbstverwaltung schadet es. Aber bitte, das ist Spekulation. Die Verwaltungsratssitzung im Dezember wird zeigen, wohin der Hase läuft.


Hund mit Schwanz. Wen verwundert es?

(ad)Na ja, man kann es so sehen, aber es kann nichts schaden, wenn eine Betrachtung aus anderer Sicht auf den Hund mit Schwanz gestattet wird. Der „guten Vertretung der Interessen der Versicherten“ war nun schon die zweite Interessenvertreterin, wegen Überbelastung abhanden gekommen. Da kann man nicht umhin zu schauen, ob der dritte Vorschlag der Versichertenvereinigung, wieder eine Frau mit immensen Aufgaben und Terminen zu benennen nicht wieder eine „Sackgasse“ wird. Der Hund mit Schwanz ist da schon zu verstehen, dass er nicht gleich auf das nächstbeste Pferd springt und weiterhin Mithelfer der Beschädigung von Versicherteninteressen ist.

Ein wenig nachdenken und prüfen muss schon gestattet sein, wenn auch die eigenen Machtspielchen hier ein wenig behindert werden. Zu Kritisieren ist auch, dass die Entscheidung zu dieser Personalie nicht in der Fraktion der BARMER GEK VV e.V. besprochen, diskutiert und beschlossen wurden. Geheimnisvolle Strukturen kamen zu diesem Ergebnis und verkündeten dies per Telefon als gemeinsames Ergebnis. So stellt es sich jedenfalls dem Schreiber da.

Das Thema „Königsmacher“ Marke FDP durch die BfA-Gemeinschaft e.V. ist sicherlich, je nach politischer Haltung, ärgerlich, aber gestattet und nicht ehrenrührig. Es ist sogar verständlich, wenn man einmal betrachtet wie die Versichertenvereinigung mit den Neuen im Verwaltungsrat, den Vertretern der BfA-Gemeinschaft umgegangen ist. Die Fraktionsprotagonisten wollten ausgrenzen und auf keinen Fall eine Zusammenarbeit. Natürlich ist es auch ärgerlich, dass die Fraktionsprotagonisten der Versichertenvereinigung durch falsches Taktieren und Einschätzen der Situationen sich selbst um jeden Einfluss im Verwaltungsrat gebracht haben. Dafür aber denen, die es schaffen auf demokratischem Weg Mehrheiten zu sichern, das auch noch vorzuwerfen, führt jedenfalls nicht weiter. Ich empfehle den Weg der Selbsterkenntnis und Wechseln der erfolglosen Strategie.

Unehrlich ist es auch auf Dietmar Katzer (BfA-Gemeinschaft) zu zeigen, der, und das wird ja nur vermutet, Ambitionen haben soll (und warum eigentlich nicht, wenn es gesetzlich in Ordnung ist) eine Funktion im Verband der Ersatzkassen (vdek) zu bekleiden. Kommt es nicht mehr darauf an, wer dies gut und nachhaltig für die Versicherten tun kann? Unehrlich ist es auch deshalb, weil einige aus der Fraktion einen zweiten „Dietmar Katzer“ für die eigenen Interessen zu platzieren angefangen haben. Eingetreten ist er schon mal in die BARMER GEK obwohl er sonst immer Mitglied einer anderen Krankenkasse war. Die berufliche Situation ist die Gleiche wie bei Katzer: Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Aber bitte, das ist Spekulation. Die nächste Mitgliederversammlung der BARMER GEK VV wird zeigen, wohin der Hase läuft.

 

Zusammenarbeit mit der BfA- Gemeinschaft e.V. beschlossen

(ad)Die BARMER GEK e.V. ist mit einem Mitglied in der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund vertreten. Allein zu arbeiten und gar erfolgreiche Arbeit zu gestalten ist als einziges Mitglied sehr schwer. Die BARMER GEK VV e.V. hat zwar „Fraktionsstatus“, aber eine Fraktion mit einem Mitglied ist doch nicht so erquicklich. Bemühungen, um zu einer Zusammenarbeit mit der Gewerkschaftsfraktion zu kommen, waren nicht auf „offene Ohren“ gestoßen. Nun konnte eine Zusammenarbeit mit der größten Fraktion in der Vertreterversammlung vereinbart werden. Bei Aufrechterhaltung des eigenen Fraktionsstatus der BARMER GEK VV e.V. wird in Zukunft eine gemeinsame Fraktionssitzung mit der BfA-Gemeinschaft e.V. die Regel sein.

Der Vorstand der BARMER GEK VV e.V. nahm in der letzten Vorstandssitzung zustimmend zur Kenntnis, dass ab Dezember 2013 es so durchgeführt wird.

 

Bundesrat stimmt Fusion zu

(bg verkehr)7.10.2013 - Der Bundesrat hat am 20. September dem Gesetz zur Neuorganisation der bundesunmittelbaren Unfallkassen (BUK-NOG) zugestimmt. Damit ist die rechtliche Grundlage für die Fusion der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) und der Unfallkasse Post und Telekom (UKPT) geschaffen.

"Zum ersten Mal wird es eine Fusion zwischen einer gewerblichen Berufsgenossenschaft und einer Unfallkasse geben. Wir freuen uns sehr, dass nun die dafür notwendigen Gesetzesänderungen vorliegen und werden noch diesen Monat mit den Fusionsgesprächen beginnen", kündigte Sabine Kudzielka, Hauptgeschäftsführerin der BG Verkehr, an.
Vom Bundestag wurde das BUK-NOG bereits am 27. Juni 2013 in zweiter und dritter Lesung angenommen. Es regelt neben der Fusion zwischen BG Verkehr und der UKPT auch die Fusion der Unfallkasse des Bundes mit der Eisenbahnunfallkasse.
Weitere Regelungen des Gesetzes betreffen eine weitgehende Entlastung kleiner Betriebe bei der Betriebsprüfung. Das Gesetz ergänzt zudem das Arbeitsschutzgesetz um einen Passus, der klarstellt, dass die Gefährdungsbeurteilung auch psychische Belastungen bei der Arbeit umfasst.

 

Zunahme der Unfallzahlen im ersten Halbjahr 2013

(bg verkehr)Im ersten Halbjahr 2013 stieg die Zahl der meldepflichtigen Unfälle bei der BG Verkehr auf 32.056 und damit um 3,6 Prozent. Ersten Einschätzungen zufolge ist der Anstieg im Wesentlichen auf den lang anhaltenden Winter zurückzuführen. Die BG Verkehr registrierte im ersten Halbjahr 38 tödliche Unfälle. Diese Zahl blieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert.

Im Winter steigt die Zahl der Unfälle (Quelle: DVR)
Im Vergleich zur BG Verkehr sind die Unfallzahlen der Gesetzlichen Unfallversicherung insgesamt rückläufig. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ging um 3,3 Prozent zurück. Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle nahm dagegen um 12,4 Prozent zu. Die Zunahme der Wegeunfälle stützt die Annahme der BG Verkehr, dass die steigenden Unfallzahlen auf die ungünstige Witterung zurückzuführen sind, denn das Verkehrsgewerbe ist davon naturgemäß stärker betroffen als andere Branchen.

Unsere Vertreter in der Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr)

(ad)Zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sozialversicherungsträgern im Verein soll ein Mitglied aus der Selbstverwaltung der BG Verkehr als Berater durch den Vorstand berufen werden und an den zukünftigen Vorstandssitzungen teilnehmen können. Die BARMER GEK VV e.V. ist mit einem Vertreter im Vorstand der BG Verkehr und mit zwei Vertretern in der Vertreterversammlung vertreten. Bei den letzten Sozialwahlen war die BARMER GEK VV e.V. erstmalig zu Wahlen bei der BG Verkehr angetreten.

Zwischenzeitlich haben unsere Vertreter aus der Selbstverwaltung der BG Verkehr mitgeteilt, dass Wolfgang Witzke, Mitglied der Vertreterversammlung der BG Verkehr, die Funktion im Vorstand der BARMER GEK VV e.V. wahrnehmen wird.

Übersicht über unsere Vertreter in der BG Verkehr und deren Funktionen:

Wolfgang Romp
Mitglied des Vorstandes, stellvertretendes Mitglied im Hauptausschuss, Mitglied im Widerspruchsausschuss, im Präventionsausschuss und dort auch im Unterausschuss Entsorgung. Er vertritt die BG Verkehr in der Mitgliederversammlung des Berufsgenossenschaftlichen Arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Dienstes (B.A.D. e.V.) und in der Mitgliederversammlung der Klinik Falkenstein e.V.

Wolfgang Witzke
Mitglied der Vertreterversammlung, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, Mitglied im Widerspruchsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Präventionsausschuss.

Fredi Lupke
Mitglied der Vertreterversammlung, Mitglied im Finanzausschuss und Mitglied im Unterausschuss des Präventionsausschusse „Straßenverkehr“.

Sollten Sie Kontakt zu unseren Vertretern suchen oder Fragen an sie haben, können Sie Adresse oder Telefonnummer über die BG Verkehr in Hamburg oder aber auch über die BARMER GEK VV e.V. erhalten.

 

Nächste „regionale“ Mitgliederversammlung (Info-MV)

(ad)Unsere nächste Mitgliederversammlung findet anlässlich der Verwaltungsratssitzung der BARMER GEK in Karlsruhe statt. Der Vorstand hat den Termin auf Dienstag, 10. Dezember 2013, 18:00 Uhr, NOVOTEL Karlsruhe City, Festplatz 2, festgelegt. Dazu sind alle Vereinsmitglieder die es einrichten können und wollen herzlich eingeladen.

 

Nächste Mitgliederversammlung

(ad)Zu der nächsten Mitgliederversammlung wird rechtzeitig allen eine Einladung zugestellt. Schon jetzt einmal der Termin vorweg für die Terminkalender:
Freitag, 14. März 2014, 17:00 Uhr in Hamburg.


Presserechtlich verantwortlich:
Achmed Date, Vorsitzender der
BARMER GEK Versichertenvereinigung e.V.
Ilenpool 1, 21354 Bleckede
Text: Leonhard Hajen und Achmed Date, BARMER GEK Versichertenvereinigung e.V.
Die Artikel entsprechen nicht unbedingt der Meinung des presserechtlich verantwortlichen Vorsitzenden der BARMER GEK Versichertenvereinigung e.V.

Dateien:

m_und_m_oktober_2013.pdf (117 KByte)