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Meldungen + Meinungen September 2014

Sitzung des Verwaltungsrates

Verwaltungsrat tagte in Wuppertal

Der Verwaltungsrat der BARMER GEK tagte am Freitag, 12. September 2014 in Wuppertal. Im Vorlauf, am Donnerstag, tagten auch die Ausschüsse des Verwaltungsrates:

  • Ausschuss für Finanzen, Organisation und Personal
  • Ausschuss für Prävention, Versorgung, Rehabilitation und Pflege sowie der
  • Ausschuss für Marketing, Wettbewerb, Kommunikation und Informationstechnologie

Auf der Tagesordnung standen diesmal  besonders viele formale Punkte. Dies lag daran, dass zwei Mitglieder des Verwaltungsrates ihre Ämter aus persönlichen Gründen aufgegeben haben und ihre Funktionen neu besetzt werden mussten.

Großen Raum nahm auch die Berichterstattung der Projektgruppen zur Reorganisation Fläche und Reorganisation Informationstechnologie ein. Die Eckpunkte zur Erstellung des Haushaltsplanes 2015 wurden ebenfalls diskutiert.

 

Neues Vorstandsmitglied Dr. Rafii

Generationswechsel im Vorstand

BARMER GEK.
Anfang 2015 wird Dr. Mani Rafii neues Vorstandsmitglied der BARMER GEK. Der Verwaltungsrat hat den 47-jährigen Arzt mit Wirkung zum 1. Januar 2015 in den Vorstand berufen. Hier wird er für das Ressort „Leistungen und Verträge“ zuständig sein.

Seine Amtszeit beträgt sechs Jahre. Dr. Rafii, zuletzt Geschäftsführer der Schön Kliniken in Prien am Chiemsee, tritt damit die Nachfolge von Dr. Rolf-Ulrich Schlenker an. Der 61-Jährige wird zum Jahresende sein Amt im Vorstand der BARMER GEK abgeben.

 

Beschluss des Verwaltungsrates

Einen entsprechenden Beschluss hat der Verwaltungsrat im Einvernehmen mit Dr. Schlenker in seiner Sitzung am 12. September gefasst. „Rolf-Ulrich Schlenker hat sich mit seiner Arbeit bei unserer Kasse hochverdient gemacht. Wir schätzen ihn sehr für sein außerordentliches Engagement, sein exzellentes Fachwissen und seine stets kollegiale und offene Art“, sagte Verwaltungsratsvorsitzender Holger Langkutsch.

Schlenker ist seit 2010 Vorstandsvize der BARMER GEK.

 

Dr. Schlenker geht in den Ruhestand

Der Jurist war vorher unter anderem Vorstandsvorsitzender der Gmünder Ersatzkasse. „Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, einen Generationswechsel herbeizuführen“, begründete Schlenker seinen Entschluss. Ab 2015 erfolge die konkrete Umsetzung der großen Neuorganisation der BARMER GEK. „Das braucht Kontinuität von Anfang an, mit einer auf Dauer angelegten Führung durch den Vorstand“, betonte Schlenker.

 

VORSTAND DeR BARMER GEK-VV dankt!

Die BARMER GEK-VV dankt Herrn Dr. Schlenker für seine stets freundliche und verbindliche Art und wünscht Dr. Rafii einen guten Start.

Bürgerschaftliches Engagement

Infos über die Arbeit der Selbstverwaltungen

vdek:
Über das bürgerschaftliche Engagement ihrer Selbstverwalter informieren die Ersatzkassen in ihren Mitgliedermagazinen, auf ihren Webseiten und auf dem gemeinsamen Internetauftritt www.selbstverwaltung.de.

Informationen zur Sozialwahl gibt es auf der Webseite www.sozialwahl.de.

Fußballtrainer, Chorleiter, Nachhilfelehrer – Millionen Deutsche engagieren sich ehrenamtlich für andere. Auch bei den Ersatzkassen ist das bürgerschaftliche Engagement gefragt.

Mehrere hundert Versicherte setzten sich bei BARMER GEK, Techniker Krankenkasse (TK), DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse –KKH, HEK – Hanseatische Krankenkasse, Handelskrankenkasse (hkk) und dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) in der sozialen Selbstverwaltung für die Belange der Versicherten ein. Sie sind tätig als gewählte Versichertenvertreter in den Verwaltungsräten etwa oder als Prüfer in den Widerspruchsausschüssen der Krankenkassen. Bei einigen Krankenkassen werden auch Arbeitgebervertreter gewählt. Die Ehrenamtlichen sind damit ein Garant für die soziale, solidarische und wirtschaftliche Arbeitsweise der Ersatzkassen.

 

Sozialwahlen

Die Arbeit der Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter bedarf auch in Zukunft der Legitimation durch möglichst viele Mitglieder. „Dazu muss es bei der nächsten Sozialwahl möglich sein, dass die Kassenmitglieder ihre Stimme auch online abgeben können“, hob Christian Zahn, Verbandsvorsitzender des vdek, hervor. „So können wir mehr junge Mitglieder zur Teilnahme an der Abstimmung motivieren und die soziale Selbstverwaltung zukunftsfest machen“.

Gerald Weiß (CDU), Bundeswahlbeauftragte für die Sozialwahlen, unterstützt die Forderung des vdek: „Es gibt die berechtigte Hoffnung, dass junge Menschen

 

Online-Wahlen ermöglichen

über die Online-Wahl auf das breite bürgerschaftliche Engagement in den gesetzlichen Krankenkassen aufmerksam werden und sich stärker als bisher an der Abstimmung beteiligen.“

 

Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung

Beiträge wieder einkommensabhängig

BARMER GEK.
Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird in Zukunft wieder vollständig prozentual, also einkommensabhängig, erhoben. Die Große Koalition schafft damit den pauschalen Zusatzbeitrag und den damit verbundenen Sozialausgleich ab.

Der allgemeine Beitragssatz wird um 0,9% Punkte auf 14,6 % gesenkt und paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen.

 

Arbeitgeber auch in Zukunft nicht solidarisch beteiligt

Brauchen die Krankenkassen mehr Geld um die Ausgaben für ihre Mitglieder bezahlen zu können, müssen sie prozentuale Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben, der Beitragssatz für die Arbeitgeber bleibt jedoch bei 7,3 % festgeschrieben.

 

BARMER GEK-VV fordert:
Arbeitgeber paritätisch an den Gesundheitskosten beteiligen

Arbeitgeber sollen sich paritätisch beteiligen

AD. Die BARMER GEK-VV fordert, dass die Bundesregierung zur völligen, paritätischen Beitragszahlung in der Krankenversicherung zurückkehrt.

Es ist falsch, die Arbeitgeber völlig aus der finanziellen Verantwortung für die Gesundheitskosten herauszunehmen. Wenn Steigerungen kommen, und das ist sicher wie das Amen in der Kirche, können diese sich bequem zurück lehnen. Ihre Verantwortung, besonders im betrieblichen Umfeld, bei der Arbeitsbelastung, die immer weiter zunimmt und dank neuer Technik auch nach Feierabend häufig genug kein Ende findet, führt immer häufiger zu Erkrankungen im psychosozialen Bereich.

Ein Anreiz für die Arbeitgeber weniger, sich nachhaltig um die Gesundheitsförderung für ihre Beschäftigten zu kümmern, so Achmed Date Vorsitzender der BARMER GEK-VV.

 

Jahresbilanz der Gesetzlichen Unfallversicherung

Unfallrisiko gesunken

BG Verkehr.
Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz ist im vergangenen Jahr in der gesetzlichen Unfallversicherung insgesamt auf einen neuen Tiefststand gesunken. Das geht aus den Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor. Danach sank das Unfallrisiko auf 22,5 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter.

Insgesamt sank die Zahl der Arbeitsunfälle trotz steigender Versichertenzahlen auf 874.514. Die Zahl der Unfälle auf dem Weg zur Arbeit stieg witterungsbedingt auf 185.667.

20.136 Versicherte erhielten im Jahr 2013 erstmals eine Unfallrente. 455 Arbeitsunfälle endeten tödlich, das sind 45 weniger als im Vorjahr. 317 Versicherte verloren auf dem Weg zur Arbeit ihr Leben - 69 weniger als im Vorjahr.

 

Berufskrankheiten gestiegen

Leichte Anstiege verzeichneten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen dagegen bei den Berufskrankheiten (BK). Insgesamt erhielten sie 71.579 Anzeigen auf BK-Verdacht - ein Plus von rund 1,4 Prozent. Bei insgesamt 36.202 Versicherten bestätigte sich der Verdacht. In der Mehrzahl handelte es sich hierbei um berufsbedingte Hauterkrankungen. 4.815 Versicherte erhielten erstmals eine BK-Rente. 2.343 Versicherte starben infolge einer Berufskrankheit - asbestbedingte Erkrankungen waren wie in den Vorjahren auch 2013 die Haupttodesursache.

 

Anstieg der Kostenerstattung für Psychotherapie

Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung

vdek.:
Immer mehr Menschen suchen Hilfe bei Psychotherapeuten, die keine Kassenzulassung haben. Dadurch ist das Ausgabenvolumen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für die Kostenerstattung in den Jahren von 2004 bis 2012 um das 5-fache gestiegen, so die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen.

Die Fraktion wollte auch wissen, warum die Kostenerstattung für Psychotherapie seit 2013 nicht mehr gesondert in der Statistik ausgewiesen wird. Damit fehle die Möglichkeit, die weitere Entwicklung der Kostenerstattung bei Psychotherapie nachzuvollziehen. Die Bundesregierung begründet diese Entscheidung damit, dass aus fachlicher Sicht keine Notwendigkeit gesehen wurde, lediglich einen Teilbereich abzubilden, ohne den Gesamtaufwand für Kostenerstattung nach Paragraf 13 Absatz 3 SGB V beziffern zu können.

Außerdem wäre der bürokratische Aufwand einer getrennten Ausweisung zu hoch. Dem grundsätzlichen Anliegen, Patienten einen schnelleren Zugang zur therapeutischen Versorgung zu ermöglichen, stimmt die Bundesregierung mit Verweis auf den Koalitionsvertrag zu. So wolle man die Wartezeiten verringern und mehr Betroffenen ein zeitnahes Angebot für eine Kurzzeittherapie eröffnen. Hierzu hätte der Gemeinsame Bundesausschuss bereits einen Auftrag erhalten. Auch der vdek setzt sich seit längerem für einen zügigeren und bedarfsgerechteren Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung ein.

 

Unsere Bitte

Soweit wir ihre Mailadresse nicht haben bzw. Sie diese M+M per Post und nicht per Mail bekommen haben, bitten wir um Mitteilung Ihrer Mailadresse, soweit vorhanden. Es ist einfacher und kostengünstiger Sie per Mail zu unterrichten. Vielen Dank!

 


Unsere Ziele

  • Patient/innen wollen die beste Leistung haben, wenn sie krank sind. Beitragszahler/-innen wollen möglichst niedrige Beiträge bezahlen. Diese unterschiedlichen Interessen müssen beachtet und möglichst in Einklang gebracht werden.
  • Wie wir in Deutschland unsere Gesundheitsversorgung organisiert haben, ist beispiellos in der Welt, hier stehen die Gesunden für die Kranken ein, die Jungen für die Alten und die Einkommensstarken für die Schwächeren. Das ist für uns von zentralem Wert, und dafür setzen wir uns ein. Auch dafür, dass eine 84-jährige eine neue Hüfte bekommt.
  • Wir lehnen eine Aufteilung der Krankenversorgung in Wahl- und Pflichtleistungen ab. Medizinisch Notwendiges wird bezahlt, so steht es auch im Gesetz. Wer darüber hinaus Behandlungen in Anspruch nehmen will, soll das gerne tun, aber nicht die Solidargemeinschaft dafür belasten.
  • Geschlechterdifferenzierte Gesundheitsleistungen sind überfällig, weil Frauen und Männer unterschiedliche Bedürfnisse in Diagnostik und Behandlung haben. Das nicht zu beachten, ist fahrlässig und teuer!
  • Es gibt durchaus Möglichkeiten in unserem bestehenden System wirtschaftlicher zu arbeiten, aber bitte nicht auf Kosten der Menschen, die für uns Gesundheitsdienstleistungen erbringen.
  • Deshalb: gute Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen, auch bei Krankenkassen!
  • Wettbewerb ja, wo er Vorteile für die Menschen bringt. Wir befürworten es, wenn Krankenkassen darum kämpfen, die beste Leistung für ihre Versicherten anbieten zu können. Wir lehnen es aber ab, wenn es nur darum geht, dass sich die Kassen die besten, billigsten und gesündesten Versicherten gegenseitig abjagen.
  • Stärkung der Rechte von Patient/innen auf Information und Mitentscheidung. Aber: Es geht um Gesundheit, nicht um den Kauf einer Waschmaschine! Da geht es um mehr, als mit dem "Verkäufer" den günstigsten Preis auszuhandeln.


Presserechtlich verantwortlich:
Achmed Date, Vorsitzender der
BARMER GEK Versichertenvereinigung e.V.
Ilenpool 1, 21354 Bleckede
Text: Achmed Date und Herbert Fritsch, BARMER GEK Versichertenvereinigung e.V.
Die Artikel entsprechen nicht unbedingt der Meinung des presserechtlich verantwortlichen Vorsitzenden der BARMER GEK Versichertenvereinigung e.V.

Dateien:

m_und_m_september_2014.pdf (298 KByte)