Kommentare zu diesem Artikel

Die BKK IHV bandelt mit „Lebensschützern“ an

Die BKK IHV (Wiesbaden) arbeitet mit dem Verein ProLife zusammen, der sich gegen Schwangerschaftsabbrüche und gegen akzeptierende Drogenarbeit einsetzt.

ProLife Mitglieder treten ihr Recht auf freie Kassenwahl an den Verein ab. In der Schweiz hat ProLife den Wechsel von 29.000 Mitgliedern zur Krankenversicherung Helsana organisiert und dafür Provisionen und Honorare gezahlt bekommen.

In Deutschland wird wie folgt auf der Website www.bkk-ihv.de geworben: „Erstklassig krankenversichert als ProLife-Mitglied bei der Betriebskrankenkasse BKK IHV – ProLife Deutschland bietet in Zusammenarbeit mit der Betriebskrankenkasse BKK IHV in Wiesbaden eine gesetzliche Krankenversicherungslösung an, die menschliches Leben schützt.“ ProLife Mitglieder der BKK IHV verzichten freiwillig auf einen Schwangerschaftsabbruch und erhalten eine Prämienzahlung von 300 Euro für jede Geburt eines Kindes.

Die BARMER GEK Versichertenvereinigung protestiert aufs Schärfste gegen diese Interessensvermischung und gibt zu bedenken, dass Krankenkassen in Deutschland in Fragen der gesundheitlichen Versorgung neutral zu sein haben, zumal Schwangerschaftsabbrüche verbürgtes Recht sind. Mit der Nähe zu ProLife diskreditiert sich die BKK IHV in hohem Maße.

Dr. Ute Sonntag
Ulrike Hauffe
Ute Engelmann
Christian Ermler

süddeutsche.de:
Krankenkasse BKK IHV kooperiert mit Abtreibungsgegnern